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05. November 2012, Frankfurter Flughafen, Terminal 1

Neununddreißigste Montagsdemonstration im Terminal


Redebeitrag von Bernd Rittmeyer, Vorsitzender des Vereins Lebenswertes Nauheim am 5. November 2012

Durch die Inbetriebnahme der neuen Landebahn wurde eine ganze Region durch eine enorme Lärm- und Umweltbelastung geschädigt. Abhängig von der Ost- oder West-Wetterlage werden Wohnbereiche entweder durch landende oder startende Maschinen extrem belastet. Durch Landungen bei Ost-Wetter-Lage werden besonders Flörsheim, Rüsselsheim und Raunheim, bei West-Wetter-Lage besonders Offenbach und Frankfurt-Süd betroffen.

Die Routen der Südumfliegung, die kein Bestandteil der Planfeststellung waren, sondern in der Fluglärm-Kommission beschlossen wurden und dann der Deutschen Flugsicherung als Ergebnis präsentiert wurden, bedeutet für den Süden des Flughafens eine enorme Belastung durch startende Maschinen. Seit dem 20. September fliegen auch die Heavies diese Route. Die Route 7 von der Centerbahn führt über Haßloch, Königstädten, Nauheim, Trebur, Ginsheim und Kastel wieder auf die Höhe des Flughafens mit einem Umweg von etwa 70 km. Die Route 13 führt Richtung Nierstein, Mommenheim, Nieder-Olm und Essemhein Richtung Nordwesten mit einem Umweg von etwa 40 km. Es werden zwischen 5 und 7 Millionen Kerosin zusätzlich für die Umwege pro Monat verbraucht.

Die Risiken der Südumfliegung wurden überhaupt nicht untersucht. Der veröffentlichte Grund für die Südumfliegung war das Kollisionsrisiko zwischen der Centerbahn und der Nordwest-Landebahn. Das Kollisionsrisiko zwischen startenden Maschinen auf der Centerbahn und durchstartenden Maschinen auf der Südbahn ist erheblich größer. Zwei gefährliche Annäherungen hat es bereits gegeben. Wenn dort zwei Flugzeuge zusammenstoßen dann bleibt es nicht bei den Toten in diesen zwei Maschinen. Der Aufprall kann am Mönchhof-Dreieck erfolgen oder noch schlimmer in dem großen Tanklager am Mönchhof-Dreieck. Es ist nicht auszudenken was das für eine Katastrophe sein wird. Diese Risiken sind auch in der Fluglärm-Kommission nicht behandelt worden.

Die Klage gegen die Südumfliegung bedeutet nicht, dass eine Verlagerung der Routen auf andere Gemeinden angestrebt wird, sondern sie soll die Verfahrensfehler im Planfeststellungsbeschluss aufdecken und eine Überarbeitung der Planfeststellung unter Beteiligung der Bürgerinitiativen fordern.

Was tatsächlich in der Fluglärm-Kommission beraten und verabschiedet wird ist völlig intransparent. Es werden Ergebnisse präsentiert ohne Offenlegung der Hintergründe wie es zu solchen Entscheidungen gekommen ist. Alle Versuche, Einsicht in die Protokolle zu bekommen, wurden bisher mit nicht nachvollziehbaren Argumenten abgelehnt. Wir haben uns deshalb an den Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit gewandt und um Überprüfung und Unterstützung gebeten.

Es steht fest, dass die Erweiterung des Flughafens politisch gewollt ist und von unseren Volksvertretern, von denen die meisten als Wirtschaftsvertreter agieren, unterstützt wird. Die Gründe sind Geld und Machterhalt.

Das Terminal 3 ist bereits im Bau und wird die Kapazität des Flughafens München haben. Es ist anzunehmen, dass es damit nicht getan ist. Die Landesregierung wird auch für eine weitere Startbahn Süd ein Planfeststellungsverfahren einleiten. Und dann wird letztendlich auch eine neue Startbahn genehmigt werden.

Liebe Lärmgeplante Bürgerinnen und Bürger es wird Zeit, dass Sie alle Parteien in den Gemeinden, Städten und in der Landesregierung anschreiben und nachfragen ob sie diesem Wahnsinn ein Ende setzen wollen oder nicht.

Wer glaubt, dass die Landesregierung und die Fluglärm-Kommission aktiv an Maßnahmen für Lärmminderungen arbeiten, kann genauso gut an den Weihnachtsmann und den Osterhasen glauben.

Wir dürfen nicht aufgeben sonst haben wir verloren.


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Bündnis der Bürgerinitiativen
Kein Flughafenausbau - Für ein Nachtflugverbot von 22 - 06 Uhr