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Frankfurt, den 01. Dezember 2008


Das Bündnis der Bürgerinitiativen appelliert an den Hessischen Verwaltungsgerichtshof:
Eile beim Abholzen ist nicht geboten!

Der Planfeststellungsbeschluss muss insgesamt erst neu bewertet werden.
Die Bürgerinitiativen fordern den Hessischen Verwaltungsgerichtshof auf, die vorzeitige Rodung des wertvollen Bannwaldes im Eilverfahren nicht zu genehmigen, was Fraport erwartet. Vollendete und nicht mehr umkehrbare Tatsachen dürfen nicht vor letzter rechtlicher Klarheit geschaffen
werden. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich so radikal geändert, dass ein sofortiger Baubeginn nicht gerechtfertigt ist. Auch die Gesundheitsschäden für die Bevölkerung sind neu zu bewerten.

Bittere Erfahrung: Schon einmal, beim Bau der A380-Werft, hat der VGH Eile als Argument akzeptiert. Kaum war der Wald gerodet, war eine riesige Fläche innerhalb des Flughafens frei. Auf der neu gerodeten wurde dann aber nur eine halbe Halle errichtet. Die erstaunliche Begründung, mehr Platz brauche
man auf Jahre hinaus nicht. Die von Lufthansa bestellten A380 kommen erst mit Jahren Verspätung im Herbst 2010, auch andere Gesellschaften fliegen noch lange nicht mit den Riesen nach Frankfurt.

Fraport fordert die sofortige Rodung weil die Kapazitäten dringend erweitert werden müssten. Für Oktober hat sie aber weitere Rückgänge gemeldet, die immer erheblicher werden: 4,9 % weniger Passagiere, minus 4 % bei der Fracht, die Zahl der Flugbewegungen nahm um 1,6 % ab. Vorstandschef Bender: "Ein kontinuierliches Verkehrswachstum, wie wir es seit Jahren gewohnt waren, sehen wir im Moment für unseren Heimatstandort Frankfurt nicht."

Die Bedarfsprognose, die den Ausbau rechtfertigen soll, geht aber von einem kontinuierlichen jährlichen Wachstum aus. Die steigende Nachfrage wurde auf Basis eines Höchstpreises für Rohöl von 40 Dollar geschätzt, heute beträgt er bereits das Doppelte, wird nach Meinung der Weltenergieagentur auf 200 Dollar steigen. Das wird sich wie andere bisher vernachlässigte kleine Kostenanteile auf den Verkauf von Flugtickets auswirken. Lufthansa-Chef Mayrhuber rügt die Fraport, die ihre Leistungen um 2 % verteuern will. Dadurch würde sich ein 100-Euro-Flugschein auf 100,08 € verteuern, was seiner Gesellschaft den Wettbewerb erheblich erschweren würde.

Die gesundheitlichen Folgen des Fluglärms wurden bisher heruntergerechnet. Nun liegt eine Arbeit vor, die aktuelle wissenschaftliche Studien auswertet: Fluglärm erzeugt erhebliche Gesundheitsschäden! Das einzelne Schallereignis wirkt, nicht der heruntergemittelte Dauerschallpegel. Die Gesundheit Hunderttausender Bürger muss gegen die vermeintlichen Vorteile für die Flugverkehrswirtschaft abgewogen werden.
Das kann erst in den Hauptverhandlungen geschehen. Wenn der Wald dann schon nicht mehr steht, fehlt der wichtigste großflächige Lärm- und Feinstaubfilter

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Bündnis der Bürgerinitiativen
Kein Flughafenausbau - Für ein Nachtflugverbot von 22 - 06 Uhr